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Christian Braun
Marktleitung
Christian Braun

Erziehung von Katzen

Der Ton macht die Musik – auch bei der Katzen-Erziehung

Ein Vorurteil gegenüber Katzen hält sich hartnäckig: Katzen lassen sich nicht erziehen. Sie sind störrisch und machen ausschließlich das, was ihr eigener Kopf ihnen sagt. Dabei beweist jedes Kätzchen, das zwölf Wochen unter der Obhut seiner Mutter herangewachsen ist, dass tatsächlich das Gegenteil der Fall ist. Schließlich hat es in dieser Zeit eine perfekte Erziehung genossen und dabei so ziemlich alles gelernt, was in der Katzenwelt wichtig ist. Welche Regeln im Umgang mit ihrer Menschenfamilie gelten, kann eine Katze also ebenfalls lernen. Bei ZOO & Co. geben wir Ihnen erste Hilfestellungen bei der Katzen-Erziehung.

Die wichtigsten Gebote bei der Katzen-Erziehung sind Freundlichkeit, Geduld und Konsequenz. Von Strafen sollten Sie gänzlich absehen. Katzen verknüpfen solche Maßnahmen nicht mit ihrem zuvor gezeigten Verhalten. Daher fühlen sie sich grundlos schikaniert und verlieren ihr Vertrauen zum Menschen. Viel besser ist hingegen, erwünschtes Verhalten konsequent zu loben und zu belohnen. So zum Beispiel auch, wenn Sie Ihre Katze an ihren Namen gewöhnen wollen. Auf den Namen hören Katzen nämlich nur, wenn sie mit dem Klang etwas Angenehmes verbinden. Nennen Sie den Namen daher immer wieder beim Schmusen, Spielen und Füttern – niemals aber beim Schimpfen. Kommt Ihre Katze dann, wenn Sie sie gerufen haben, hat Sie also stets eine Belohnung verdient, zum Beispiel Lob oder liebevolles Streicheln.

Stubenreine und gehorsame Katzen

Die meisten Katzen haben in ihrer Kinderstube bereits gelernt, wozu das Kistchen mit der Streu gut ist, die anderen merken es schnell. Stellen Sie das Katzenklo an einem ungestörten Ort auf, bestenfalls mit gleicher Entfernung zum Schlaf- und Futterplatz. Dass es regelmäßig sauber gehalten wird, versteht sich natürlich von selbst. Es sollte mindestens eine Katzentoilette pro Tier vorhanden sein. Zum Futterplatz: Menschen essen am Tisch, Katzen an ihrem Futterplatz. Damit das so bleibt, werden auch keine kleinen Leckerbissen vom Tisch gegeben. So kommen Ihre kleinen Räuber gar nicht erst auf dumme Gedanken.

Was eine Katze in ihrer Kinderstube nicht lernt, ist, welches Verhalten innerhalb Ihrer Wohnung unangemessen ist. Hier kommen Sie ins Spiel. Ein scharfes „Nein“ oder kurzes Händeklatschen stoppt Ihre Katze, wenn sie im Begriff ist, etwas Unerwünschtes zu tun – also beispielsweise versucht, an Menschen oder an der Gardine hochzuklettern, Jagd auf nackte Waden macht oder Kurs auf verbotene Ziele nimmt, wie etwa dem gefährlichen Herd, dem Esstisch, der Computertastatur oder dem Bord mit dem feinen Porzellan. Bei der erfolgreichen Erziehung geht es zudem darum, das für die Katze notwendige Krallenwetzen auf spezielle Wetzgelegenheiten zu verlagern: Kratzbaum, Wetzbrett oder Sisalrolle müssen daher unbedingt vorhanden sein, sonst werden zwangsläufig Tapeten, Teppiche und Polstermöbel dafür herhalten.

Sollte es sich bei Ihrer Katze um einen besonderen Härtefall handeln und ein „Nein“ oder Händeklatschen nicht ausreichen, um ein Verbot durchzusetzen, kann ein gezielter Strahl aus einer schwachen Wasserpistole den „Sünder“ an seinem Tun hindern – vorausgesetzt, er merkt nicht, woher der Strahl kommt. Wem das zu rabiat ist, der kann seiner Katze bei gefährlichen Handlungen auch kurz ins Gesicht pusten. Das entspricht dem Fauchen, das jede Katze noch aus ihrer Babyzeit kennt. Wann immer die Kleinen gefährlichen Unsinn angestellt haben, fauchte die Katzenmutter sie an, was als „Lass das!“ verstanden wird.

Clickertraining bei Katzen

Eine besondere Art der Katzen-Erziehung ist das Clickertraining. Mit ihm können Sie Ihrem Stubentiger ganz leicht Verhaltensweisen antrainieren. Sie benötigen dazu nur etwas Beharrlichkeit, einen Clicker sowie ein paar Leckerlis. Das Prinzip folgt dabei ebenfalls der Bestärkung durch Belohnung. Zeigt die Katze ein von Ihnen gewünschtes Verhalten, erfolgt ein Click mit direkt folgender Futter-Belohnung. Katzen sind schlau und lernen daher schnell, dass der Click eine unmittelbare Leckerli-Belohnung ankündigt. Mit jedem Click sagen Sie Ihrer Katze: „Gut gemacht! Mit dem Verhalten bekommst Du Deine Belohnung.“

Mit dem Clickertraining geben Sie Ihrer Katze also die Chance, selbstständig auszuprobieren, bei welchen Verhaltensweisen sie mit einem Click und einem Leckerli belohnt wird. Zeigt Ihre Katze ein Verhalten, was nicht gewünscht ist, ignorieren Sie einfach Ihren Stubentiger. Sobald aber die Katze mit ihrem Verhalten richtig lag, folgt ein Click mit sofortiger Belohnung. Sie sollten Ihr Tier dabei natürlich auch verbal loben, da so das gewünschte Verhalten positiv verstärkt wird. Und das Schöne ist: Alles funktioniert ohne Zwang und Strafe.

So funktioniert die Katzen-Erziehung via Clickertraining

Wichtig ist, dass das Clickertraining in möglichst viele kleine Schritte aufgeteilt wird. Fangen Sie am besten mit einfachen Übungen an, zum Beispiel mit dem Kommando „Komm“. Kommt die Katze dann zufällig zu Ihnen, belohnen Sie sie sofort mit einem Click und einem Leckerli. Die Leckerlis sollten vor dem Training im Übrigen erbsengroß portioniert und nur noch für die Übungen verwendet werden. Nach 30 bis 40 Wiederholungen stellen sich erste Lerneffekte ein. Ist eine Übung in Fleisch und Blut übergegangen, können Sie damit beginnen, auf den Clicker zu verzichten. Statt eines Clicks loben Sie Ihre Katze. Auch die Leckerlis können dann sparsamer verwendet werden. Sie sollen ja schließlich nicht zu einer Futtermaschine werden. Sie werden feststellen, dass Ihre Katze das antrainierte Verhalten weiter beibehält – auch ohne Clicker.

Einige Minuten Training genügen anfangs pro Tag – am besten zu einer festen Zeit. Dazu sei erwähnt, dass Ihre Katze diese festen Zeiten im Laufe des Trainings auch selbstständig einfordern wird. Schließlich werden Sie mit dem Training und den Belohnungsleckerlis zu einem wichtigen Handelspartner für Ihren Stubentiger. Ihre Katze wird durch die Übungen körperlich und geistig fit gehalten. Verunsicherte oder eher passive Stubentiger werden durch das regelmäßige Training wieder aktiver.

Hat Ihre Katze gelernt, auf Kommando ein bestimmtes Verhalten zu zeigen (Herkommen, Liegenbleiben, ins Körbchen gehen etc.), können Sie die nächsten Übungen angehen. Mit dem Clicker kann auch versucht werden, schlechte Angewohnheiten abzugewöhnen. Das erfordert jedoch mehr Zeit und Geduld. Bei der Auswahl eines geeigneten Clickers beraten wir Sie gerne in Ihrem ZOO & Co. Fachmarkt.